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Danzig

Schon 1958 knüpfte der am 31.7.2005 verstorbene, langjährige 1. Vorsitzende des Adalbertus-Werkes e.V. Gerhard Nitschke, nach seiner Vertreibung im Jahre 1945, während einer Studienreise durch Polen erste Verbindungen zum nun polnischen Danzig , die in den folgenden Jahren zunächst brieflich gepflegt wurden. Neu belebt und vertieft wurden diese dann ab 1978 durch regelmäßige private Reisen nach Danzig, sowie durch von ihm geleitete Studienfahrten unterschiedlicher Bildungsträger - darunter auch des Adalbertus-Werkes, die zugleich Wallfahrtscharakter hatten. Dabei entstanden eine Reihe von intensiven Kontakten zu Persönlichkeiten des kirchlichen und kulturellen Lebens, insbesondere in Danzig und Pelplin. Auch gab es Verbindungen zur Bewegung Solidarnosc über den Pfarrer der St. Brigittenkirche in Danzig. In den Notjahren 1980-85 beteiligten sich Mitglieder des Adalbertus-Werkes an den Hilfsaktionen, Predigten und Schriftstücke des Widerstandes wurden nach Deutschland gebracht, hier übersetzt und verbreitet.
    
Nach der "Wende" konnte auf diesem bereits bestehenden Fundament der Kontakte aufgebaut und ein intensiver Dialog begonnen werden (siehe unter "NEUE CHANCEN"). In den letzten Jahren sind über 150 in Danzig wohnende Personen als Mitglieder ins das Adalbertus-Werk e.V. eingetreten: Die Zeitschrift adalbertusforum geht z.Zt. an über 300 Bezieher in Polen. Der Bekanntheitsgrad des Adalbertus-Werkes in Danzig - und darüber hinaus auch in anderen Bereichen Polens - steigt ständig, die Arbeit des Bildungswerkes wird dort weitgehend als positiv und für die deutsch-polnischen Verständigung und Aussöhnung förderlich, anerkannt.

Dies fand seinen Ausdruck darin, daß sowohl die Stadt Danzig als auch der Staat Polen im Jahre 1999 die Arbeit des Adalbertus-Werkes durch hohe Auszeichnungen ihrer Repräsentanten würdigte:
Am 23. April 1999 wurde dem 1. Vorsitzenden, Gerhard Nitschke, im Artushof zu Danzig von der damaligen Vorsitzenden des Rates der Stadt Danzig, Elzbieta Grabarek-Bartoszewicz, die St. Adalbert-Medaille, die höchste Auszeichnung der Stadt Danzig - überreicht, die ihm der Rat der Stadt in Anerkennung seiner Verdienste für die Stadt Gdansk und insbesondere für seinen Einsatz für den Versöhnungs- und Verständigungsprozeß zwischen den Polen und Deutschen verliehen hat.
Am 8. November 1999 erhielten Pfarrer Msgr. Johannes Goedeke, 1975 bis 1996 Geistlicher Beirat das Adalbertus-Werkes, und Gerhard Nitschke aus der Hand des Gesandten der Republik Polen, Dr. Krzysztof Miszczak, in der Aussenstelle der Botschaft in Köln das ihnen in Würdigung ihrer Verdienste um die polnisch-deutsche Versöhnung und Verständigung vorn Präsidenten der Republik Polen verliehene Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen.

Anlässlich des 60. Gementreffens im Jahr 2006 wurde das Adalbertus-Werk e.V. "für seine verdienstvolle Arbeit für die Danziger...und die europäische Zukunft" mit der Medaille des Präsidenten der Stadt Gdansk, Pawel Adamowicz, geehrt.

Letzte Aktualisierung ( 06.01.2009 )
   

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