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Wir über uns

DIE GEMEINSCHAFTEN


Das Adalbertus-Werk e. V - Bildungswerk der Danziger Katholiken - und die Adalbertus-Jugend - Katholische Jugend aus Danziger Familien - sind Gemeinschaften der fern ihrer Heimat lebenden Danziger Katholiken und derer Nachkommen. Beide haben ihre Wurzeln in der Gemeinschaft der Danziger Katholischen Jugend, die im August 1947 auf der Burg Gemen gegründet wurde. Von Beginn an gab es einen kleinen Kreis von Danziger Erwachsenen, der die Arbeit der Jugendgemeinschaft unterstützte und sich ab 1952 Förderkreis nannte. Als in den folgenden Jahren immer mehr Mitglieder der Jugendgemeinschaft altersmäßig entwuchsen und nach Möglichkeiten suchten, die begonnene Arbeit auf anderer Ebene weiterzuführen, gründeten sie 1960 gemeinsam mit dem Förderkreis das Bildungswerk der Danziger Katholiken. Sie stellten es unter das Patronat des Apostels der Preußen und Danziger Diözesanheiligen und nannten es Adalbertus-Werk.

Damit war die Grundlage einer fruchtbaren kulturellen und religiösen Bildungsarbeit unter den verstreut lebenden Danziger Katholiken geschaffen, die sich schnell im ganzen Bundesgebiet und West-Berlin auf Tagungen und Treffen und durch viele Veröffentlichungen entfaltete. Sie wurde von Anbeginn besonders gefördert von dem 1956 endlich aus Polen in die Bundesrepublik entlassenen Danziger Bischof Dr. Carl Maria Splett und entwickelte sich unter dessen Nachfolgern in Deutschland, den Apostolischen Visitatoren Prälat Dr. Behrendt und Prälat Prof. Dr. Wothe, zu einem wesentlichen Faktor in der seelsorglichen Betreuung der vertriebenen Danziger Katholiken.

Für die weiter bestehende Jugendgemeinschaft ergab sich Ende der 60er Jahre die Notwendigkeit zum Neu-überdenken ihrer Aufgabenstellung unter dem Aspekt, dass immer mehr Jugendliche in die Gemeinschaft nachwuchsen, die nicht mehr in Danzig geboren waren. Für sie waren die aus dem unmittelbaren Erlebnis der Vertreibung erwachsenen Probleme nicht mehr relevant, eine direkte Bindung an Danzig hatten sie nicht, und auch der Name der Gemeinschaft traf für sie nicht mehr zu. Das Ergebnis war im Dezember 1969 die Umwandlung der Gemeinschaft in die Adalbertus-Jugend, Katholische Jugend aus Danziger Familien. Diese gab sich in ihrer neuformulierten Ordnung ein Arbeitskonzept, das sowohl die überkommenen Bindungen an die Heimat der Eltern und die daraus erwachsenden Verpflichtungen anerkannte, als auch sich in verstärktem Maße einer aktuellen und der Zukunft verpflichteten Aufgabenstellung öffnete. Durch die Wahl des neuen Namens wurde einerseits die Bindung an die Danziger Diözese herausgestellt, andererseits die geistige Verbindung mit dem Adalbertus-Werk e.V. noch stärker betont.

Beide Gemeinschaften stehen heute in sehr enger Verflechtung ihrer Arbeitsweise in Planung, Vorbereitung und Durchführung ihrer Tagungen und Treffen, die teils getrennt,teils gemeinsam veranstaltet werden. Übergeordnet gehört das Adalbertus-Werk der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Vertriebenenorganisationen (AKVO) an, die Adalbertus-Jugend der Aktion West-Ost im BDKJ - Arbeitsgemeinschaft für europäische Friedensfragen. Geistiger Mittelpunkt aller Arbeit sind die jährlich stattfindenden Gementreffen.

Adalbertus-Jugend

Katholische Jugend aus Danziger Familien
Die Adalbertus-Jugend versteht sich als Gemeinschaft von Jugendlichen, die Interesse am politischen, kulturellen und persönlichen Austausch mit Osteuropa im Allgemeinen und polnischen Jugendlichen aus Danzig/Gdansk im Besonderen haben. Eine familiäre Bindung an Danzig/Gdansk oder Osteuropa ist keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft. Hervorgegangen ist die Adalbertus-Jugend aus der "Gemeinschaft der Danziger katholischen Jugend", die sich nach Flucht und Vertreibung als Folgen des 2. Weltkrieges im Westen 1947 auf der Burg Gemen neu organisiert hatte. Von Anfang an stand dabei die Begegnung und Versöhnung mit den heute dort lebenden Menschen im Mittelpunkt. Spätestens 1969, als längst nicht mehr die Erlebnisgeneration die Arbeit prägte und sich die Gemeinschaft in «Adalbertus-Jugend» umbenannte, wurde die Bildungs- und Begegnungsarbeit zum zentralen Motiv.
    
Seit der Wende 1989 und dem Fall des Eisernen Vorhangs, bei dem die Menschen in der Stadt Danzig/Gdansk eine Schlüsselrolle spielten, konnte endlich eine kontinuierliche, bilaterale Begegnungsarbeit verwirklicht werden. Mindestens einmal im Jahr treffen sich seitdem Jugendliche aus Danzig mit Jugendlichen der Adalbertus-Jugend. Seit 2001 haben wir auch eine litauische Partnergruppe aus dem Jugendzentrum Klaipeda/Memel (Jaunimo Centras), welche in die Begegnungen einbezogen wird und diese bereichert.
Zu unseren Jahrestreffen auf der Jugendburg Gemen, zur Adventstagung und unseren Fahrten nach Osteuropa sind alle interessierten Jugendlichen von 12 - 26 Jahren willkommen. Interessenten wenden sich bitte an
   
Letzte Aktualisierung ( 06.01.2009 )
   

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